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zum Redaktionsschluss dieser Kirchenumschau (17.03.2020) gab es folgende Lage im Blick auf den Corona-Virus:

bis 20. April müssen alle Veranstaltungen der Kirchgemeinde abgesagt werden. D.h. es finden keine Gottesdienste, Gruppentreffen, Besprechungen, Proben etc. statt.

Auch die Matthäus-Passion entfällt.

Die Zahl der Infizierten steigt, die Belastungen werden größer.

All das macht vielen Menschen verständlicherweise Angst. Gemeinsam fragen wir uns, was diese Herausforderung für uns bedeutet. Hier einige Hinweise:

  1. Wir sind zur Solidarität aufgerufen - mit den Menschen, die besonders betroffen sind, mit den Ärztinnen und Ärzten, den Pflegerinnen und Pflegern in den Krankenhäusern, mit pflegenden Angehörigen, mit den Familien, in denen die Kinderbetreuung besonders schwierig ist.
    Solidarität heißt auch: jedes Ansteckungsrisiko vermeiden, den Anweisungen der Behörden Folge leisten.
  2. Wir sind aufgerufen, miteinander in Kontakt zu bleiben: per Telefon, Email, Briefe, whatsapp, Signal usw. Es ist wichtig, voneinander zu wissen und wo notwendig zu unterstützen. Über das Pfarramt und die hauptamtlichen Mitarbeitenden können Hilfen konkret vermittelt werden.
  3. Unsere Hoffnung ist gefragt. Nicht blauäugig oder weltfremd, sondern weil wir wissen, dass wir nicht tiefer als in Gottes Hände fallen können. Beten wir miteinander, füreinander und die Menschen, die unser Gebet besonders brauchen; schenken wir ein Lächeln, wo wir anderen begegnen; zeigen wir Verständnis für die Sorgen anderer. Und unsere Hoffnung könnte uns auch helfen, Ruhe zu bewahren.
  4. Wir sind in der Passionszeit. Zeit des Rückzugs, der Nachdenklichkeit, der Umkehr. Wohl nie ist uns das so bewusst geworden wie in diesen Wochen. Wir sind gezwungen, bei uns einzukehren, zu verlangsamen, nach unserem Lebensstil zu fragen. Und es wird deutlich: es gibt keine Sicherheiten. Das müssen wir aushalten.

Und gemeinsam warten wir auf das Licht des Ostermorgens.

Denn das ist unsere eigentliche Gewissheit: Gottes Wort für uns ist Leben!

 

Fürbitten des Lutherischen Weltbundes zu Corona

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Auf den ersten Blick hat sich noch nicht viel getan. Das Gerüst steht noch im Innen- und Außenbereich der Kirche.

BaubesprechungDoch der Schein trügt. Am 10. März wurden die Putzarbeiten in der Kirche abgeschlossen. Steinmetz und Maler waren zwischendurch immer mal wieder fleißig. Einige Bereiche an der Decke sind schon fertig gemalt. Nun muss der frische Putz trocknen, damit der Maler sein Werk fortsetzen kann. Erst wird ein Grund aufgetragen und im Anschluss zwei Schichten Farbe.
Die Restaurationen im Südschiff kommen zum Schluss an die Reihe. So ist es möglich, dass vielleicht vor Ostern die Gerüste im Hauptschiff und auf der Nordseite abgebaut werden können.

Steinmetz bei der ArbeitEin kleiner Lichtblick und ein Zeichen des Fortschritts.
Die traditionelle Osternacht kann in diesem Jahr nicht in der Frauenkirche stattfinden.
Nach dem Abbau des Gerüstes im Eingangsbereich wird die Treppe zur Orgelempore abgebaut und erneuert. Die Tür am Hauptportal bekommt einen neuen Anstrich, die Tür im Nordschiff entsteht neu, nur die alten Beschläge werden wiederverwendet.

Am Donnerstag, dem 12. März, war Frau Kemna (Gebietsreferentin vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen) wieder in der Frauenkirche.
Da die Originale der Epitaphien, welche sich an der Empore befanden, in der Klosterkirche ausgestellt sind, muss für diese Freiflächen eine Lösung gefunden werden.
Die erste Idee war es, Holzkassetten mit kleinen Rahmen einzubauen. Sehr einfach und nicht schön.
Ein weiterer Vorschlag, die Kopien der Epitaphien mit den historischen Holzeinfassungen wieder anzubringen. Dank heutiger Möglichkeiten kann man in einem speziellen Verfahren die Abzüge der Epitaphien auf Holz drucken, so ist für den Laien kein Unterschied zum Original zu erkennen.

Lücken füllen 1

Lücken Füllen 2

Die Epitaphien sollen nun als Kopie angebracht werden, doch wie genau muss noch geklärt werden.

Ab 01. April sollen nun die Putzarbeiten im Außenbereich fortgesetzt werden.

 

Kristel Rönsch

 

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